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Zustimmung der Mitarbeiter zur digitalen Überwachung wird immer häufiger
Mitarbeiter zeigen Bereitschaft zur digitalen Arbeitsüberwachung, aber mit klaren Erwartungen
Laut einer Umfrage von Gartner sind “Digital Workers” grundsätzlich offen für eine digitale Überwachung ihrer Arbeit. Allerdings erwarten sie im Gegenzug auch bestimmte Vorteile und Leistungen von ihren Arbeitgebern, wie beispielsweise Weiterbildungsmöglichkeiten oder verbesserte Karrierechancen.Die Umfrage wurde unter 4.861 Vollzeitbeschäftigten in Unternehmen mit 100 oder mehr Mitarbeitern in Großbritannien, Indien, China und den USA durchgeführt. Dabei zeigte sich, dass Digital Workers digitales Monitoring unter bestimmten Bedingungen akzeptieren. Hierbei handelt es sich um elektronische Überwachungssysteme, die kontinuierlich prüfen, ob die Unternehmensziele erreicht werden und ob es Unstimmigkeiten oder Engpässe gibt.Digital Workers sind Mitarbeiter, die digitale Technologien nutzen, einschließlich einer Vielzahl von Geräten (Laptops, Smartphones und Tablets), Anwendungen und Webdiensten für Kommunikation, Information oder Produktivität. Der Begriff wird oft verwendet, um KI-gesteuerte Chatbots zu beschreiben, die repetitive Aufgaben übernehmen, die früher von menschlichen Mitarbeitern erledigt wurden.34 Prozent der befragten Digital Workers sind bereit, einer Überwachung zuzustimmen, wenn sie im Gegenzug Zugang zu Weiterbildungsmöglichkeiten oder eine schnellere Karriereentwicklung erhalten. 33 Prozent stimmen zu, wenn sie dadurch ein besseres Verständnis ihrer Arbeit erlangen, und 30 Prozent, wenn die Überwachung mit proaktiver Unterstützung durch die IT-Abteilung des Arbeitgebers einhergeht.Eine der Hauptgründe, warum Arbeitnehmer den Einsatz von Monitoring-Software akzeptieren, liegt laut der Studie darin, dass sie sich manchmal von der enormen Menge an Informationen und Anwendungen, die ihre digitalen Arbeitsplätze überfluten, überfordert fühlen. In solchen Fällen sind Rückmeldungen willkommen. Wissensarbeiter verwenden heute durchschnittlich elf Anwendungen, verglichen mit nur sechs im Jahr 2019. Laut Gartner nutzen 40 Prozent der Digital Workers mehr Anwendungen als der Durchschnitt und fünf Prozent verwenden sogar 26 oder mehr Anwendungen in ihrer Arbeit.Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass nicht alle Arten von Überwachungstools gleichermaßen willkommen sind. Überwachung, die lediglich prüft, ob Mitarbeiter anwesend sind oder nicht, wird nicht geschätzt. Andererseits wird eine Überwachungstechnologie, die den Mitarbeitern dabei hilft festzustellen, ob die erwarteten Ergebnisse und Ziele erreicht werden, positiv aufgenommen. Digitale Überwachung kann IT-Führungskräften helfen, digitale Engpässe zu erkennen, die die Produktivität beeinträchtigen, so Lane Severson, Senior Director Analyst bei Gartner, der sich mit digitalen Mitarbeitererfahrungen beschäftigt.
Foto: pixabay